9. Wieslocher Therapietage
 

Wozu das alles?
Fragen nach Sinn in Beratung und Therapie
22. bis 24. Sptember 2016

 
9. Wieslocher Therapietage - Startseite  
Programm
Workshops
 Referenten
 Organisation
 Anmeldung


Donnerstag, den 22. September 2016
14.15 - 17.45 Uhr, Workshops (4 UE)

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Claus Derra:
"Bei Ihrer Depression gibt es einen Erbfaktor" - Wenn der Therapeut zum Nocebo wird

Während Placeboeffekte seit den 90er Jahren neurobiologisch und klinisch zunehmend umfänglicher untersucht wurden, werden Überlegungen zur Bedeutung des Noceboeffektes erst in den letzten Jahren immer mehr Gegenstand der klinischen Forschung. Negative Wirkerwartungen können bei Patienten in vielfältiger Form entstehen. Oft genügt ein Wort oder ein Satzteil, eine andere Betonung, eine Handbewegung oder auch der Kommentar eines Angehörigen. Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Wie wirken Kommunikation, Beziehung und Bindung auf unsere Patienten? Können wir Noceboeffekte vermeiden oder zumindest beeinflussen?

Wir wollen uns im Workshop für die Entstehung negativer Wirkerwartungen sensibilisieren und erarbeiten Möglichkeiten, wie unsere Interventionen mehr mit positiven Wirkerwartungen verbunden werden können.
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Ibrahim Özkan:
Migration und Trauma - Arbeit mit dem Fremden

Aktuelle politische und soziale Konflikte weltweit führen derzeit zu Flucht und Vertreibung mit einem Anstieg der Asylerstanträge in Deutschland. Viele der Flüchtlinge leiden unter den Folgen traumatischer Erfahrungen im Herkunftsland und auf der Flucht. Die Begleitung von Flüchtlingen, die unter einer Traumafolgestörung leiden, stellt nicht nur Therapeuten und Behandler, sondern auch andere Berufsgruppen und Ehrenamtliche vor Herausforderungen.

Wie kann eine therapeutische Behandlung oder eine Beratung sinnvoll gestaltet werden, wenn zum einen sprachliche Barrieren bestehen und zum anderen die "Fremdheit bzw. Befremdung" eine weitere Hürde darstellt? Im Workshop werden zum einen die möglichen psychischen Reaktionen auf die Erlebnisse bei Migration und Flucht dargestellt. Dann werden kreative und sprachreduzierte Ansätze zum Umgang mit diesen Symptomen vorgestellt. Die Teilnehmenden werden ermutigt, die kulturelle Begegnung als Ressource zu nutzen und sich dieser neugierig zu stellen.

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Stefan Hammel:
Gespräche an der Tür: Kommunikation in den letzten Stunden des Lebens

Wie können wir Sterbende und ihre Familien in den letzten Lebensstunden palliativ, psychotherapeutisch und spirituell unterstützen? Wie kann ein umfassender Beistand aussehen? Der Workshop bringt die Bilder- und Wertewelt der Jahrtausende alten christlich-jüdischen Tradition neu ins Gespräch mit den Möglichkeiten der Hypnotherapie, dem Gebrauch von Metaphern und Mehrebenenkommunikation sowie der Utilisation von Werten und Überzeugungen des Sterbenden und seiner Angehörigen. Insbesondere befassen wir uns mit den Fragen:
  • Wie kommunizieren wir mit sterbenden Patienten, die sich verbal wenig oder nicht mehr äußern können bzw. die nicht mehr klar erkennbar auf unsere Ansprache reagieren?
  • Wie finden wir Worte und Themen, die für sie von Bedeutung sein können?
  • Wie können wir nonverbale Reaktionen von Koma-Patienten verstehen und darauf reagieren?
  • Wie können wir auf Ängste, Groll, Sorgen und Befürchtungen von Patienten eingehen?
  • Wie können wir ins Gespräch hypnotherapeutische Interventionen zur Reduzierung von Schmerzen oder Atemproblemen integrieren?
  • Wie können wir Patienten in einem irreversiblen Stadium des Sterbens helfen, den Kampf ums Überleben zu beenden und "loszulassen"?
  • Wie können religiöse Bilder von eher unreligiösen Menschen bzw. für Menschen ohne starke Glaubensüberzeugung genutzt werden?
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Erika Lützner-Lay:
Rituale als Schlüssel für Resilienz und Heilung

Die überwältigende Komplexität einer Begebenheit, eines Abschieds, Übergangs, Neu-Beginns o. ä. ist oft mit Worten nicht zu fassen.
Das Ritual zentriert und bündelt alle Ebenen des Bewusstseins wie Kognition, Sprache, Fühlen, Bilder, Körpererleben in einen Handlungsvollzug und ermöglicht eigenes Wirkvermögen. Prozesshaft und horizontweitend werden die Erfahrungsebenen von Zeit, Raum und Gemeinschaft in das Geschehen einbezogen. Was auf diese Weise holistisch und symbolhaft erfahren wird, das kann sinnhaft in den Fluss des Weiterlebens integriert werden.
Im Workshop haben die Teilnehmenden Gelegenheit, eigene Erfahrung zur Arbeit mit Ritualen zu machen und sich über deren Einsatz in ihrer Arbeit auszutauschen.
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Alexander Noyon:
Die Sinnfrage in der Psychotherapie

Die Sinnfrage kann sich dem Psychotherapeuten/Berater in seiner Praxis in unterschiedlicher Form präsentieren. Manche Patienten stellen sie schon von Beginn an in den Vordergrund wünschen sich expliziten Beistand im Ringen mit der Frage nach dem Sinn ihres Lebens. Andere kommen eher wegen einer anderen Problematik, zum Beispiel einer spezifischen psychischen Störung, und die Sinnfrage taucht erst nach und nach in den Gesprächen auf.

Für Therapeuten ist diese Frage häufig sehr belastend, weil es auf sie keine wirklich letztgültige Antwort gibt. Im Workshop sollen Perspektiven erarbeitet werden, aus denen heraus mit der Sinnfrage ein fruchtbarer Umgang möglich ist. Dies geschieht idealerweise in Anwendung auf Fallbeispiele aus der eigenen Praxis der TeilnehmerInnen. Der konkrete Umgang soll in der Diskussion erarbeitet und in Demonstrationen veranschaulicht werden.
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Ulrike Reddemann:
Das Wichtige und das Wesentliche: Selbstfürsorge

Im Andrängen real oder scheinbar wichtiger oder dringender Alltagsaufgaben können wir leicht das für uns Wesentliche aus den Augen verlieren, da es im Gegensatz zu vielen Alltagsaufgaben keine unmittelbare Dringlichkeit hat.
Nach einer kurzen theoretischen Einführung, der Erhebung des momentanen Energielevels, den Energiebringern und -räubern, sowie einem Resilienzcheck soll das für uns individuell Essentielle ergründet werden.
In der Besinnung auf die für unser Leben momentan wichtigen Werte, gehen wir auf die Suche nach dem für uns Wichtigen und dem für uns Wesentlichen und versuchen letzteres wieder mehr in den Blick zu nehmen und in seiner Bedeutsamkeit zu erfahren.
Ressourcenstarke Selbstanteile sowie die Verbindung zu wichtigen Personen, die mit unserem Wesentlichen zu tun haben, können uns dabei unterstützen, die Verbindung bewusst zu machen und zu festigen, um im Handeln eine leichtere Fokussierung auf Ziele der Selbstfürsorge zu ermöglichen.
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Roswitha Stratmann:
Zuhören mit dem Inneren-Team-Ohr:
Wie komme ich der inneren Welt meiner KlientInnen bei Lebensthemen auf die Spur?

Gerade in Zeiten des Umbruchs und der intensiven Suche nach Sinn melden sich unsere inneren "Teammitglieder" oft intensiv zu Wort.
Im Workshop erhalten Sie zunächst eine kurze Einführung in das Modell des Inneren Teams, danach beschäftigen wir uns anhand praktischer Übungen und Beispiele mit der Schulung unserer eigenen "Inneren-Team-Ohren". Diese können uns helfen, einen einfachen Zugang zur inneren Welt unserer KlientInnen zu finden, diese besser zu verstehen und gezielt mit ihren (Lebens-)Themen zu arbeiten.
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Cornelia Hammer:
Einfach sein: Was haben Mitgefühl, Dankbarkeit und Achtsamkeit mit unserer Gesundheit zu tun?

Achtsamkeit, Mitgefühl und Dankbarkeit sind Wertehaltungen, die seit Jahrtausenden in den spirituellen Weisheitstraditionen gelehrt werden. Dass sie nicht einfach "moralische" Forderungen sind, sondern direkte Hinweise darauf, wie wir gut, gesund und sinnerfüllt leben können, zeigt sich seit einigen Jahren in der (neuro-)wissenschaftlichen Forschung unerwartet deutlich. Psychische und körperliche Gesundheit, Sinnhaftigkeit, Erfüllung und auch Glückserleben hängen demnach eng mit der Entwicklung und Verkörperung dieser Haltungen zusammen.

Im Workshop beschäftigen wir uns mit einigen beispielhaften Forschungsergebnissen zur Wirkung von Achtsamkeit, Mitgefühl und Dankbarkeit.
Vor allem aber lassen wir uns Zeit diese Haltungen im eigenen Erleben zu erforschen. Sowohl formelle Meditationen als auch einfache Körperübungen (aus dem Übungsfeld des ZAPCHEN) erlauben eigene Erfahrungen zu machen, was "Verkörperung" dieser Haltungen für uns bewirken kann. Dabei kann deutlich werden, welche Bedeutung diese Haltungen auch für die Selbstfürsorge und für Klarheit, Gelassenheit und Offenheit im beruflichen Alltag haben.

Freitag, den 23. September 2016
14.45 - 18.15 Uhr, Workshops (4 UE)

201

Peer Abilgaard:
Was heißt Würdeorientierung für die Beziehungsgestaltung mit Klienten und Patienten?

"Die Würde des Menschen ist unantastbar" heißt es in unserem Grundgesetz. Dieser Satz wird einerseits heute selbstverständlich gebraucht, gleichzeitig wird ein Nachdenken darüber, welchen Stellenwert "Würde" grundsätzlich und in der Arbeit mit Patienten bzw. Schutzbefohlenen hat, eher vernachlässigt. Auch und gerade in helfenden Kontexten von Medizin, Beratung und Psychotherapie, aber auch im weiteren gesellschaftlichen Raum ist eine Diskussion über Würde überfällig. Überall begegnen wir größeren und kleineren Würdeverletzungen und begehen sie auch selbst, weil sie im beruflichen Alltag erforderlich scheinen oder gar nicht bewusst sind.

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam aus dem Erfahrungshintergrund der Teilnehmenden Themenbereiche erarbeiten, in denen die Würdethematik verstärkt angerührt wird und uns darüber austauschen, welche praktischen Konsequenzen daraus erwachsen könnten.
Es werden auch Interventionen vorgestellt, die auf die Stärkung und Wiederherstellung verletzter Würde unserer KlientInnen und PatientInnen ausgerichtet sind.

202

Claus Derra:
Wachsen um zu bleiben wie ich bin - Strategien gegen berufliche Deformation

Das Paradoxe im Titel entspricht der Eskalationslogik der modernen Gesellschaft (Rosa 2014). Wir leben in einer Zeit der Beschleunigung, des ständigen Wettbewerbes und der Informationsverdichtung, ohne Wachstum und Weiterentwicklung können wir nicht so bleiben wie wir sind. Dies entspricht im positiven Sinn auch der salutogenetischen Erkenntnis, dass Gesundheit nicht mit Stabilität, sondern ständiger Anpassung und Veränderung verbunden ist. Wenn wir solche Überlegungen in unseren therapeutischen Alltag übertragen wollen, gilt es klug zu handeln. Entschleunigung und weniger arbeiten ist zumeist nur kurzfristig hilfreich. Faktoren, die für gutes Leben notwendig und längerfristig wirksam sind, liegen in kurzen Momenten, die wir täglich erleben.

Im Workshop werden wir uns solche Momente bewusstmachen und überlegen, wie sie jeder in seinem persönlichen Alltag nutzen kann. Dabei wird es nicht nur um den Umgang mit sich selbst, sondern auch um die Bedeutung von Kommunikation und Beziehungen gehen.
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Christa Diegelmann:
TRUST & Resilienz:
Folgerungen aus der Psychoneuroimmunologie für therapeutisches Handeln

Immer mehr Studien belegen die Wirksamkeit und Bedeutung von ressourcenorientierten, achtsamkeitsbasierten Interventionen, um individuelle Antworten auf die Frage: Wozu das alles? wirklich aufspüren zu können. Anhand von Fallbeispielen wird anschaulich, wie hilfreich und sinnstiftend es sein kann, das Gehirn gewissermaßen in einen "arbeitsfähigen Zustand" zu bringen, um auch in schwierigen Lebenssituationen immer wieder Ideen zu finden, mit Krisen, Ängsten oder Herausforderungen selbstverantwortlich und schöpferisch umgehen zu können. Neuere Studien der Psychoneuroimmunologie untermauern ein solches Vorgehen.
Das von der Referentin entwickelte "TRUST-Konzept", das auf einem ressourcenorientierten Ansatz der Traumatherapie basiert und sich auf die Salutogenese, das Resilienzkonzept und die Positive Psychologie bezieht, bietet einen Rahmen für einen ressourcenorientierten kreativen Umgang mit existenzbedrohlichen Herausforderungen im Leben.
Im Workshop werden kreative Interventionen, die sich u.a. auch in der Arbeit mit KrebspatientInnen, aber auch zur Burnoutprophylaxe bewährt haben, theoretisch eingebettet, praxisnah vorgestellt und teilweise durch Selbsterfahrung erlebbar gemacht.
204

Martin Erhardt:
Sprechen wir lieber nicht darüber - Kriegskindheit im Zweiten Weltkrieg als Thema in Beratung und Therapie

Vor siebzig Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Für all die Menschen, die ihn aus der Perspektive eines Kindes erlebt haben, war der Schrecken damit nicht zu Ende. Für ihre traumatischen Erfahrungen fand man weder Worte noch gab es nennenswerte Unterstützungsangebote, um das Erlebte zu verarbeiten. Im Alter brechen bei vielen Kriegskindern die damaligen Erlebnisse von Hunger, Tod, Zerstörung und Trennung wieder auf. Vieles davon will ausgesprochen und bearbeitet werden.

Der Workshop beschäftigt sich mit dem "späten Echo von Kriegskindheiten" und zeigt auf, wie dieses Thema gesellschaftlich, biografisch und über die Generation der Kriegskinder hinaus an Bedeutung gewonnen hat. Er möchte für die Kriegskinderproblematik sensibilisieren und die Teilnehmenden ermutigen, sich im Kontext von Beratung und Therapie mehr mit der Thematik zu befassen.
205

Stefan Hammel:
Einführung in das therapeutische Erzählen

Therapeutisches Erzählen ist seit jeher ein zentraler Bestandteil von Hypnotherapie, Systemik und vielen anderen Beratungsformen. Der Einsatz von Metaphern- und Beispielgeschichten ist aus dem alten Orient bekannt und ist bis heute eine der wirksamsten Beratungsformen. Die Geschichten werden vom Berater erzählt oder vom Klienten eingebracht und vom Berater neu gedeutet, oder sie werden von den Gesprächspartnern gemeinsam entwickelt.
Nur, wie entdecke ich eine nützliche Geschichte und wie erzähle ich sie? Das Seminar vermittelt die Techniken, um individuelle Geschichten in der Beratung spontan zu entwickeln und sie therapeutisch wirksam zu erzählen.

Der Workshop gibt Impulse, wie man…
  • Jederzeit therapeutische Geschichten für Klientinnen und Klienten findet
  • Erzählungen therapeutisch wirksam formuliert und ins Gespräch einbettet
  • Problemmetaphern von Klienten in Lösungsmetaphern transformiert, die von den Beratenen unwillkürlich in ihre Wirklichkeit reintegriert werden
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Roland Kachler:
Nachholende hypnosystemische Trauerarbeit in Therapie und Beratung

Hinter psychischen Problemen liegen häufig frühe Verluste in der Kindheit, die zudem oft traumatisierende Qualität besitzen. Hier ist nachholende Trauerarbeit indiziert, bei der mit dem trauernden inneren Kind von damals gearbeitet wird. Dabei geht es nicht nur um das Nacherleben der damals nicht gelebten Trauergefühle, sondern sehr häufig um die Klärung der Beziehung zum Verstorbenen. Diese Klärung wird als Begegnungsarbeit mit dem Ego-State des Verstorbenen auf der inneren Bühne nachgeholt. Insofern ist Trauerarbeit immer auch hypnosystemische Beziehungsarbeit, in der die Liebe des Kindes zum Verstorbenen zum eigenen Thema wird.
In dem Workshop werden die systemischen, hypnotherapeutischen und hypnosystemische Hintergründe ebenso erläutert wie die Ego-State-Arbeit als Teil der Beziehungsarbeit in der Trauerarbeit; Imaginationen zur Selbstreflektion eigener früher Verluste und das Einüben von handlungsorientierten Methoden in der nachholenden Trauer- und Beziehungsarbeit sind wesentliche Teile des Workshops.
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Wolfgang Schmidbauer:
Hat unsere Beziehung noch Sinn? Worauf sich Paare einigen können - oder eben nicht

Während uns die traditionelle Sicht auf die Ehe mit klaren Kriterien ausrüstet, was in der Beziehung ertragen werden muss und was als ihr "Bruch" angesehen werden soll, beruht die in einem romantischen Bild der Zweisamkeit wurzelnde moderne Ehe auf weitgehend unbewussten Ritualen und sehr persönlichen Gefühlen von Lebenssinn und Geborgenheit. In dem Seminar sollen die Prozesse des Auseinanderlebens und Zusammenfindens an typischen Beziehungs-Konfliktpunkten (z.B. Geburt eines Kindes) mit Beispielen (gerne auch von den Teilnehmern) betrachtet und Klärungsmöglichkeiten angeboten werden.
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Roswitha Stratmann:
Lebensherausforderungen erkennen und auf den Punkt bringen -
Die Arbeit mit dem Werte- und Entwicklungsquadrat

Das Werte- und Entwicklungsquadrat bietet in Beratung und Coaching zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, um Lebensherausforderungen auf den Punkt zu bringen und anzugehen. In unserem Workshop werden wir nach einer Einführung in die Annahmen des Modells praktisch erkunden, wie wir dieses Instrument nutzen können.

 

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